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Pädagogisches Konzept
der katholischen St. Mechthild-Grundschule
in Trägerschaft der Edith-Stein-Schulstiftung
des Bistums Magdeburg
1. An die Gründung einer katholischen Grundschule knüpfen sich folgende Erwartungen:
- Kontinuität der Grundsätze der Erziehung in Elternhaus, Kindergarten und Grundschule,
- ein garantierter Religionsunterricht,
- eine Verbindung von Wissensvermittlung und Erziehung auf der Basis des christlichen Menschenbildes,
- die Ermöglichung religiösen Lernens im Unterricht und Schullebenim ökumenischen Geist.
2. Die katholische Grundschule ist ein Ort,
- an dem christliche Lehrkräfte ihren Schülerinnen und Schülern helfen, Kenntnisse und Wissen auf ihre Haltung und ihr Handeln zu beziehen und nach einem glaubwürdigen Lebenssinn zu schauen,
- an dem Schülerinnen und Schüler lernen und erleben, wie sich Kultur, Glaube und Leben miteinander verbinden,
- an dem Familie, Schule und Kirche gemeinsam und aufeinander bezogen handeln.
3. Die katholische Grundschule möchte in ihrer Bildungs- und Erziehungsarbeit:
- die Kinder in ihrer psycho-sozialen Entwicklung, in ihrer soziokulturellen Umwelt und in ihren individuellen Eigenarten ernst nehmen,
- ihnen helfen, zu einer selbständigen und verantwortungsbewussten Persönlichkeit zu reifen,
- ihnen Orientierung geben in Sinn- und Glaubensfragen auf der Grundlage des Glaubens der katholischen Kirche,
- die Kinder eine glaubende Gemeinschaft an der Schule und in enger Verbindung mit der Kirchengemeinde erfahren lassen.
4. Die katholische Grundschule verfolgt in ihrer Bildungs- und Erziehungsarbeit folgende Ziele:
Die Kinder sollen
· unter unterrichtlichem Aspekt
- in einer Atmosphäre der Geborgenheit und Zuwendung lernen,
- grundlegende Fähigkeiten und Kenntnisse erwerben und in ihrer Urteilsfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein gestärkt werden,
- durch aktivierende Unterrichtsformen wie Freiarbeit und projektorientierten Unterricht zur Selbständigkeit und Mündigkeit geführt werden,
- Welt und Leben mit allen Sinnen differenziert und sensibel wahrnehmen, deuten und befragen,
- ihre eigene Lebenswelt mit Dimensionen in das schulische Leben einbringen.
· unter sozial – erzieherischem Aspekt
- Kontinuität erfahren durch verlässliche Zeiten und Personen,
- Sicherheit und Orientierung durch Regeln, Rituale und Tages-, Wochen- und Jahresrhythmen bekommen,
- ihr Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl durch Solidarität und Anerkennung stärken,
- Wege zur Bewahrung der Schöpfung erfahren, wie nach der Botschaft Jesu durch persönliches Engagement und Verzicht die Zukunft in Frieden menschenwürdig gestaltet werden kann.
· unter religiös – erzieherischem Aspekt
- Grund-/Urvertrauen in die Schöpfung durch Annahme eines jeden Geschöpfes, durch Achtsamkeit im Umgang miteinander und mit allen Lebendigen und durch Ehrfurcht vor dem Leben bekommen,
- eine Wertschätzung unabhängig von seiner Leistung erfahren,
- durch ein bewusst gestaltetes Schulleben mit Stille, Meditation und Gebet sowie durch die Gestaltung von Festen und Feiern erfahren, dass Gott uns Freude und Kraft für ein gelungenes Leben schenken möchte.
5. Vereinbarungen zur Leistungsbewertung und Zensurengebung
- Leistungsbewertung, die dem individuellen Leistungsfortschritt angemessen ist und den Verhaltens- und Lernproblemen des Einzelnen gerecht wird. Anstrengungsbereitschaft und
Lernbedingungen dürfen dabei nicht außer Acht gelassen werden.
- Der Aspekt der Ermutigung durch die Leistungsbewertung in Form des Schülerbriefes steht im Vordergrund.
- Noten sind Markierungen des Leistungsstandes und werden zur besseren Orientierung im Hiblick auf weiterführende Schulen ab Klasse 3 in den Kernfächern (Deutsch, Mathematik, Sachunterricht)
erteilt.
6. Die katholische Grundschule möchte die genannten Ziele durch eine Reihe von schulpädagogischen Maßnahmen in Unterricht und Schulleben auf der Grundlage des Marchtaler Planes, und seit 2009 des Magdeburger Planes, umsetzen. Dazu gehören:
· unter unterrichtlichem Aspekt
- freie Stillarbeit - FSA,
- offener Unterricht,
- projektorientierter Unterricht,
- vernetzter Unterricht,
- Wochenplanarbeit,
- Einsatz von Computern,
- frühes Fremdsprachenlernen,
· unter sozialem Aspekt
- genaue Öffnungszeiten (Frühhort, Stundentafel, Hort),
- Betreuung vor der Schule,
- Flexibilisierung des Schulvormittages,
- Nachmittagsangebote (Hort und Eltern),
- Intensive Zusammenarbeit mit Eltern,
- Zusammenarbeit mit dem Kindergarten,
- Integration Behinderter (soweit die räumlichen und personellen Voraussetzungen gegeben sind),
- Integration verhaltensauffälliger Schüler,
· unter religiösem Aspekt
- Morgenkreis/Mittagskreis,
- Übungen der Stille,
- Meditation und Gebet,
- Gottesdienst,
- Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde,
- Feste und Feiern.